Endlich wieder geöffnet!

Am 11. Juni öffnet Schloß Ippenburg seine Gärten.

Corona – die große Zeit des Konjunktivs!

Eigentlich sollte vom 11.-14. Juni das große Ippenburger Sommerfestival stattfinden.

Das ist nun vorerst auf den 3.-6. Juni 2021 verschoben.

Ob es mit dem Herbstfestival und dem Brocantefestival klappt, warten wir ab.

Schloß Ippenburg steht fest – ohne Konjunktiv.

Seit fast 700 Jahren steht es als Festung in den Sümpfen der Norddeutschen Tiefebene.

Das Schloss und seine Gärten sind mehr als das Festival, mehr als ein kurzlebiges Event — auch wenn es als „Mutter der deutschen Gartenfestivals“ vor fast 25 Jahren den Anstoß für die deutsche „Gartenfestivalbewegung“ gab. 

Eine ganz neue Leichtigkeit hielt Einzug in Deutschlands Gärten und Parkanlagen. „Gardening ist the new sex“, schallte es aus England herüber! Damen in großen Sommerhüten und Herren mit Stetson prägten das Bild.

Nach wenigen Jahren hatte dieser neue Festivalrausch ganz Deutschland erfasst, er wirkte geradezu „pandemisch“. Bis zu dem Augenblick, als eine wirkliche Pandemie den Stecker zog.

Was bleibt? Der Garten. In Deutschland besitzen 36,5 Mio Menschen einen Garten. 67% der Haushalte haben einen Balkon oder eine Terrasse, 48 % haben einen Garten am Haus, 7% einen Gemeinschaftsgarten und noch einmal 7% einen Schrebergarten. fbesPro Woche verbringen die Deutschen 5 Stunden und 30 Minuten im Garten, in Vergleichsländern sind es nur 4 Stunden und 12 Minuten. (FAS, 1.Mai 2020, S.29)  

Schloß Ippenburg und seine Gärten – das ist die Geschichte einer Leidenschaft. Einer Leidenschaft für Gärten und Pflanzen, für Trends und Traditionen, für Historisches und Zeitgenössisches, für Natur, Kunst und Küche, für alles, was wächst, blüht und lebt!

Die Festivals, die hier ihren Anfang nahmen um Deutschland im Sturm zu erobern, waren nie Selbstzweck – immer dienten sie dazu, die Gärten zu unterhalten, sie schöner, spannender und üppiger zu machen.

Jetzt, in Zeiten von Corona, wo Großveranstaltungen strikt verboten sind, stehen sie im Zentrum des Geschehens.  Sie machen den Zauber von Ippenburg aus und sind nicht länger Kulisse des Festivalrummels. 

Am 11. Juni öffnen die Gärten ihre Tore.

Viele neue Details gibt es zu entdecken. Verschlungene Wege führen durch Hain und Wildnis, schnurgerade Achsen weiten den Blick, überall erfreut und überrascht die Verbindung aus klarer Geometrie und üppigem, manchmal wildem Wachstum, aus kraftstrotzenden Kartoffeln, duftenden Kräutern und farbenfrohen Blüten.

Die Kabinette des Heckenlabyrinths, das seit 2017 Ort der Ippenburger Wildnis ist,
zeigen neben Bienenmauer und Insektenhotels  die Ausstellung „Wunderkammer Draußen!“, eine Sammlung und Inszenierung voller Kuriositäten aus Natur und Kunst, eine fröhliche und spannende Entdeckungsreise für Kinder und Erwachsene.

Ein weiteres Highlight ist der Küchengarten, mit Mundraub- Zitrus- und Heilpflanzengarten, den Tausenden Sommerblumen der Slow-Flowerbeete und der Fülle der Kräuter und Gemüse von Artischocke bis Zinnie!

Es ist ein Garten voller Leben, in dem das Gesetz der Liebe, Hingabe und Leidenschaft gilt. Für die Floristin, die ihre zauberhaften Sträuße kreiert, für den Koch, dem es gelingt, Natur in Kunst – in essbare Kunst –  zu verwandeln und für den Besucher, der angesichts der Vielfalt und Fülle Freude empfindet.

Freude ist Ausdruck von Glück. Über dem Garten des Epikur soll gestanden haben, „Hier wohnt das Glück“. Das könnte auch über dem Ippenburger Garten stehen. Besonders über dem Küchengarten und am Eingang der Wildnis. Das sind Orte des Glücks. Besonders auch für mich und mein Team. Ich bin glücklich, Teil dieses wunderbaren Teams zu sein. Und ich freue mich, dass wir ab 11.Juni die Gärten wieder öffnen können. 

„Tritt ein, Fremder! Ein freundlicher Gastgeber wartet dir auf mit Brot und mit Wasser im Überfluss, denn hier werden deine Begierden nicht gereizt, sondern gestillt.“ So lud Epikur seine Gäste in seinen Garten ein. Zur Ippenburger Gartenöffnung wird es allerdings statt Brot und Wasser Kaffee und Kuchen, Waffeln mit Erdbeeren und Eis und herzhafte Baguettes geben. 

Erste Gartenöffnung am 11.,12., 13. und 14. Juni, 11.-18. Uhr.

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