Rosarium

In Ippenburg gibt es Tausende Rosen.  Historische und moderne – sie  wachsen  überall. Dennoch sollte es noch einen “richtigen” Rosengarten geben, einen, der die Rose in den Fokus stellt. Letztendlich schien ein Rosarium das geeignete Format zu sein – ein Rosarium für das 21. Jahrhundert.

Gewünscht war: Formale Strenge und überbordende Fülle. Christopher Bradley Hole, ein Meister des Minimalismus, der schon einige Schaugärten in Ippenburg gemacht hatte, wurde mit der Planung der Grundstruktur des Rosarium beauftragt. Das war im Herbst 2012. Der Plan war großartig. Der Geist des Bauhaus. Geometrische Linien aus Eibenquadern und Heckenstreifen –  Aus der Luft würde es aussehen wie ein Bild von Mondrian.

Die Herbstanemone „Honorine Jobert“ hebt mit ihrem strahlenden Weiß die Stimmung in jedem Beet.

William Robinson wirkte Ende des 19.Jahrhunderts. Eines seiner Hauptziele war, die Rose mit Gräsern, Stauden und Sommerblumen zu verbinden. 

Den Pflanzplan machte die Landschaftsarchitektin und Rosenspezialistin Ursula Gräfen. Es sind zwölf gleichgroße Quader – zehn mal zwölf Meter groß und vierzig Zentimeter hoch. Die Beete sind jeweils mit Rosen eines Jahrgangs bepflanzt, Jahrgang 2001 bis 2012, und werden von üppig wachsenden Stauden, Gräsern Dahlien und einem bunten Gewirr von einjährigen Sommerblumen begleitet. Besonders schön und farblich faszinierend sind die vielen Sorten des Sommersalbeis mit den verführerischen Namen wie Love and Kisses, Wendies Wish, Angels Wish und Kiss and Wishes. Sie blühen in tiefstem Purpur, in feurigem Glutrot und in zartem Pink. Dadurch, dass alljährlich andere Sommerblumen den Schwerpunkt bilden, zeigt das Rosarium, trotz der grundsätzlich bleibenden Grundausstattung immer wieder ein ganz neues Gesicht. 

 

Formale Strenge der Architektur und scheinbare Wildheit der Pflanzung – das sind die Prinzipien des englischen Architekten und Gartendesigners Christopher Bradley Hole, der das 2013 entstandene Rosarium konzipierte.

»Und siehe! Da waren fünftausend davon, alle gleich, alle in einem Garten!«

Antoine de St Exupéry