Mundraubgarten

Mundraub ist ein altmodischer Begriff. Er bezeichnet einen kleinen, sehr kleinen Diebstahl von Essbarem zum alsbaldigen Verbrauch. Bis 1975 war das sogar ein Straftatbestand. Mundraub ist etwas zutiefst Sinnliches. Eigentlich ist ja die Vertreibung aus dem Paradies durch einen Mundraub entstanden.

So ein Mundraubgarten muss deshalb sinnlich und verführerisch sein. Alles, was dort wächst, sollte essbar sein, und das, was nicht essbar ist, sollte zumindest verführerisch sein. An erster Stelle der Gartenlust steht seit Jahrhunderten die Freude am Spalierobst. Auch das hat mit der kollektiven und irrationalen Paradiessehnsucht zu tun.

Und wer sollte besser  geeignet sein  einen modernen Obst- und Beerengarten zu gestalten und zu bepflanzen, als die Züchter von Lubera, die in den letzten Jahren fast 100 neue Obstsorten in unsere Gärten gebracht haben?  Lubera-Gründer, leidenschaftlicher Gärtner, Züchter, Händler und Kommunikator Markus Kobelt legte diesen Garten 2015 an.

Lustvolle Farbspiele – Rosen und Äpfel gehören zu derselben Familie, „Rosaceen“ genannt. Am Fuß wachsen Frauenmantel und das Spanische Gänseblümchen, eine Erigeronart. 

Miniaturpfirsich- und Nektarinenbäume vor der uralten Gartenmauer.

An der uralten Ippenburger Gartenmauer, die schon die Gemüsegärten des frühen 15. Jahrhunderts schützte, schuf er, gemeinsam mit den Gartendesignern Nicole Fischer und Daniel Auderset aus der Schweiz, 17 kleine Paradiese. “Gott schuf eins –ich mache 17”, lacht er in seinem dröhnenden Bass, der über alle Gartenmauern schallt! Genuss- und lustvoll sollen sie sein, diese  2,5X2,5m messenden Quadrate, und: Mundraub ist ausdrücklich erlaubt! 

Die Palmen sind dort eher zufällig gelandet, geben dem Ganzen aber ein mediterranes Flair.

»Man muss nicht erst sterben, um ins Paradies zu gelangen, solange man einen Garten hat.«

Persische Weisheit