Sommerkleid für das Rosarium

Sommerfestival

Im Bauhausjahr 2019

100 Jahre Bauhaus

Der Bauhausstil ist einer der bedeutendsten deutschen Stile des 20. Jahrhunderts. 1919 von Walter Gropius in Weimar gegründet, war er von Art und Konzept her etwas völlig Neues. Architektur, Skulptur und Gartengestaltung, Malerei, Handwerk  und Design stellten eine Einheit dar. Es sollte ein Neuanfang sein, nicht nur der Kunst und der Stile, sondern der ganzen Gesellschaft.Der Neuanfang wurde verhindert. Zumindest für Deutschland. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 wurde das Bauhaus aufgelöst. Die Kunst wurde als entartet bezeichnet. Es herrschte fortan „Brauhausstil statt Bauhausstil“  und in den Gärten und Häusern wohnte  „deutsche Innerlichkeit und falsche Idylle“.(Hermann Glaser) Viele der bekannten Künstler wanderten in die USA aus. Von dort kam der Bauhausstil mit  jahrzehntelanger Verspätung wieder nach Deutschland zurück. Heute gilt das Bauhaus als Heimat der Avantgarde und der Klassischen Moderne. Besonders für die Gartenkunst der letzten Jahrzehnte ist der Bauhausstil prägend gewesen, wenn auch nur in Bezug auf die architektonische Gestaltung.

Ein Sommerkleid für das Rosarium!
Die berühmte niederländische Gartendesignerin Jacqueline van der Kloet entwirft ein avantgardistisches Pflanzkonzept für das Ippenburger Rosarium 2019.

Schon 2013 hat Schloss Ippenburg mit dem Rosarium 2000+  dem Bauhausstil eine außergewöhnliche Bühne bereitet. Der englische Gartendesigner Christopher Bradley Hole, berühmt für seinen vom Bauhaus geprägten Minimalismus, schuf die Struktur des Rosariums, das aus 12 gleich großen Betonkästen von jeweils 120m² Fläche besteht. Zum 100-jährigen Jubiläum widmet sich Schloß Ippenburg nun der Farbscala des Bauhausstils. Wer wäre besser geeignet, dem Ippenburger Rosarium mit einem Pflanzkonzept, das dieser  Farbscala entspricht, einen frischen „Farbanstrich“ zu geben, als die berühmte niederländische Gartendesignerin Jacqueline van der Kloet. Jacqueline van der Kloet ist eine weit über Europas Grenzen gefragte Gartendesignerin. Sie ist von Japan bis in die USA bekannt für ihre unprätentiösen Pflanzungen, deren natürliche Wirkung auf detailliert durchdachten Konzepten basiert. Die Natürlichkeit ihrer Gartengestaltung, die scheinbare Zufälligkeit von Blütenfarben und Formen sind Ergebnis von Kreativität, Wissen und Erfahrung.