Der Park

80.000 Quadratmeter

Der Ippenburger Park diente vom 14. bis zum Anfang des 18. Jahrhunderts eher dem Nutzen als der Zierde des Anwesens. Die Familie von dem Bussche hatte Mitte des 14. Jahrhunderts die „Ippenburger Sümpfe“ zum Stammsitz gewählt, um dort eine uneinnehmbare Festung zu errichten. Der ummauerte Gemüsegarten, in dem 2010 Deutschlands größter Küchengarten entstand, wurde als erster angelegt, dazu einige Rübenäcker und Schafweiden.

Anfang des 17. Jahrhunderts baute Ernst August Philip von dem Bussche, der als Sohn der Mätresse Georgs I. eine elegante Erziehung am Versailler Hof erfahren hatte, ein neues Herrenhaus im Stil des ländlichen Barock, legte Ziergärten an und schuf das „Neue Boskett“, dort wo heute die poetische Waldinsel liegt. Anfang des 19. Jahrhunderts überformte dessen Urenkel George von dem Bussche Gärten und Park im Stil englischer Landschaftsgärten. Er folgte dabei dem damals sehr verbreiteten Vorbild der „ornamented farm“, allerdings ohne jede literarische oder künstlerische  Überhöhung.

Bis zum Ende des 19. Jahhunderts blieben Park und Gärten in dem Stil erhalten. Im Laufe der Jahrzehnte wurde der äußere Park  zu einem Wald und wird heute forstwirtschaftlich genutzt. Das Innere verwilderte bis auf wenige Bereiche, die direkt am Schloss lagen und  fiel bis zum Ende des 20. Jahrhunderts in einen tiefen Dornröschenschlaf.

Die Neugestaltung des südlichen Ausstellungsbereiches und die Wiederherstellung der Waldinsel wurden von der Landschaftsarchitektin Prof. Cornelia Müller aus Berlin (Lützow 7) durchgeführt. Die Anlage des Küchengartens schuf der Landschaftsarchitekt Peter Carl aus Hannover ( Irene Lohaus & Peter Carl)   und das Rosarium entwarf der englische Gartendesigner Christopher Bradley Hole gemeinsam mit der Landschaftsarchitektin Anita Fischer aus Freising.