Wildnisführung
22. September 14.00h
Schloss Ippenburg 

Anläßlich des Ippenburger Herbst-Festivals wird unter der Leitung von Dr. Birgit ten Thoren eine naturkundliche Führung rund um den „Geheimen Ort“ des Schlosses Ippenburg angeboten.

Der „Geheime Ort“ bildet in seiner jetzigen Form und Ausprägung Lebensraum für verschiedene Tierarten. Versteckt, verbuscht, verschlungen, verborgen, verlassen – nur einige Assoziationen der Wildnisecke, die Viktoria von dem Bussche der Natur überlassen hat. Von Brombeeren überrankte Gartenhäuschen, Johannisbeersträucher, Wildblumenwiesen, aber auch ein Steinhaufen und Insektennisthilfen unterschiedlichster Ausprägung sind hier zu entdecken. Die von wuchernden Weidensträuchern umrahmte Wildnis am Tümpel bildet einen Kindheitstraum, den man jedem Kind gönnen möchte. Denn die frühkindliche Erfahrung vom Summen und Brummen, von bunten Blumen und Kräutern, krabbelnden Käfern und im Sommerwind schaukelnden Schmetterlingen prägt nachhaltig die Liebe eines Menschen zur Natur.

Der September mit seinen frühherbstlichen Farben bildet einen Vorgeschmack auf die einkehrende Pause in der Natur. Zwar herrscht Erntezeit, die Früchte- und Samenfresser finden einen voll gedeckten Tisch. Doch die durch Farbenspiel und Balzverhalten, aber auch durch Aggression und mühsame Jungenaufzucht geprägte Zeit der Fortpflanzung ist zuende gegangen. Es wird ruhiger, allenfalls hört man gelegentlich den Ruf eines Habichts, die Zugvögel bereiten sich auf ihre Wanderung vor, manche allerdings haben den Ort ihres Brutgeschäfts bereits verlassen.

Beim Rundgang durch den wilden Garten werden die Wildnisbewohner und -nutzer mit ihren besonderen Lebensraumansprüchen - in deren Abwesenheit - vorgestellt. Vielleicht entzündet sich der ein oder andere Funke und führt zur Entwicklung weiterer, ungenutzter und wilder Gartenecken. Das wäre ein starkes Zeichen für die Rückkehr der Natur in unser Leben.