Rosarium 2000+

Die Rosenblüten der Schlossgärten
In den Gärten von Schloss Ippenburg wachsen Rosen in unzähligen Variationen. Jeden Herbst werden es mehr. Dann pflanzt Viktoria von dem Bussche Rosen an immer neuen Standorten. Rosen haben für sie einen ganz besonderen Stellenwert. Mit ihren variantenreichen Blüten, Formen und Farben kann sie eine Basispflanze oder auch das i-Tüpfelchen in einem Garten sein.

„Ich weiß wirklich nicht mehr, wie viele Rosen ich habe. Es müssen sehr viele sein. Vor ein paar Jahren habe ich einmal versucht, Beet für Beet zu schätzen, und kam danach auf 5.000 Stöcke.“


Lebendiges Rosenmuseum
Mit dem Rosarium 2000+ wurde 2013 ein einzigartiges, lebendiges Rosenmuseum angelegt. Die mit viel Leidenschaft zusammengestellte, umfangreiche Pflanzensammlung umfasst ausschließlich Züchtungen des 21. Jahrhunderts – vergleichbar einem Museum für zeitgenössische Kunst. Dazu passt die moderne und klare Architektur des renommierten britischen Architekten und Gartendesigners Christopher Bradley Hole. Jedem Jahr ist ein eigener Garten, ein eigenes Quartier gewidmet. Die Rosen sind jeweils in vier bis sechs Feldern nach Farben geordnet. Gräser, Hecken oder Stauden grenzen sie voneinander ab. So entstehen Muster, die an die Bilder des niederländischen Malers Piet Mondrian erinnern. Der Kontrast aus strenger Geometrie und den naturhaft und sinnlich wirkenden Rosen erzeugt eine poetische Spannung.

„Ohne die Rose ist ein Garten kein Garten.
Sie ist ja auch nicht einfach eine Blume, sondern eben eine Rose.“

 

2019

Ein „Sommerkleid für das Rosarium“ von Jacqueline van der Kloet

100 Jahre Bauhaus – Die berühmte niederländische Gartendesignerin Jacqueline van der Kloet entwirft ein avantgardistisches Pflanzkonzept für das Ippenburger Rosarium 2019

Jacqueline van der Kloet ist eine weit über Europas Grenzen gefragte Gartendesignerin. Sie ist von Japan bis in die USA bekannt für ihre unprätentiösen Pflanzungen, deren natürliche Wirkung auf detailliert durchdachten Konzepten basiert.

Blau und Gelb sind ein wichtiger Bestandteil der Bauhaus-Farbscala.

Blau wird sie mit Allium Caerulea, Salvia patens, Salvia Big Blue und blauen Lupinen bilden und ihnen das satte, kühle Gelb der Lupine Gallery ´Yellow`  und der Kosmee Cosmos-bipinnatus-xanthos gegenüberstellen.

Ziersalbei wird in allen Schattierungen von Rot, Pink und Violett erscheinen und Agastache ‘Alabaster’ und Daucus carota ‘Dara’ tauchen das Ganze in einen diffusen weißen Schleier, der kontrastierende Farbakzente mit dem notwendigen „Sfumato“ wieder aufhebt.