Wozu dann aber die Kunst?

Achtung: Wildnis – Achtung: Kunst!

Zugegeben. In „meiner Wildnis“, wachsen Disteln und Brennesseln! Es herrscht Unordnung und  Chaos! Doch hinter dem Chaos verbirgt sich eine geheime Ordnung, die Ordnung der Natur – der Schmetterlinge,  Wildbienen, Hummeln, Wespen, Hornissen, Spinnen, der Frösche und der Lurche.   Sie alle haben ihre eigenen Bedürfnisse. Es ist faszinierend. Besonders dieses  ´Fressen und Gefressen werden`, das die Natur der unbegreiflichen Schönheit des Schmetterlings vorausgehen läßt! Und es ist schön! Weil es blüht und duftet, summt und zwitschert.  

Wozu dann aber die Kunst? 

Kunst verunsichert,  Kunst irritiert, Kunst versteht man nicht.

Stimmt. Oft ist es so. Immer dann, wenn der Künstler den Ort seiner Kunst nur als Bühne sieht, Zaungast bleibt, sich nicht die Mühe macht, in die Melodie der geheimen Ordnung einzustimmen.  

Feodora Hohenlohe ist kein Zaungast. Sie kennt Ippenburg und seinen   ´genius loci`. Ihr ´kindlich`- schöpferischer Blick  ist das „Sesam öffne dich“ für die Welt der kleinen Dinge. Sie taucht ein in den Zauber dieses Ortes und geht darin auf.

Als Tochter eines Theaterregisseurs lernte die Berliner Malerin  früh die Kraft der Bilder zu lieben. Sie wuchs auf in der Welt der Kunst, der Maske und des Spiels. Die Poesie und Schönheit, aber auch das Absurde und Skurrile der kleinen Welten sind ihr Element. Sie sind Thema ihrer Stillleben, Porträts und Phantasiebilder und finden sich auch in den „Paradiesen und Utopien“ der Ippenburger Wildnis. 

Dort  baut sie, unter dem Motto „My Home Is My Castle“, Zauberhütten voller Erinnerungen an die Kindheit. Glücksorte, die von Abenteuerlust, Übernachten im Freien, Hütten-  und Baumhäuserbauen und Vielem mehr erzählen. Rückzugsorte für Dichter, Maler, Musiker, Jäger, Sammler und Lebenskünstler. 

Sie heißen: Spitzwegidylle, Der musische Gärtner, Jagd- und Angelhütte, Mal – Wetter – Häuschen, Glashütte – Sammlers Glück, Fitulitenreich. Dazu kommen freie Phantasiestücke: Der Denkraum, die Voliere, die Luftschlossstiege, der Kapellengarten, der Verlorene Garten, der Bienenhain und das Luftballett.   

„Die schönen Künste müssen schön sein!“, hat Hundertwasser gesagt. Recht hat er! Und auch Humor und Spiel gehören dazu. Denn „der Mensch….  ist nur da ganz Mensch, wo er spielt!“,  sagte Schiller – Auch da stimme ich mit Begeisterung zu! 

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