
Nur am 3. und 4. September
Schloß Ippenburg öffnet die offiziellen Schlossräume!
Musik und Blumen - Schloss Ippenburg öffnet am Samstag und Sonntag die offiziellen Schlossräume festlich geschmückt
Am Nachmittag des letzten Augusttages ging Ulrike Wassermann aus Hannover durch die Tore des Landesgartenschaustandortes Schloss Ippenburg – als 400 000ste Besucherin. „Ein Grund zum Feiern!“ so Viktoria von dem Bussche und beschloss, ihre Freude darüber – und darüber, dass die Landesgartenschau mit Sole- und Schlosspark von gravierenden Unwetterfolgen verschont geblieben ist - zu teilen: Am Sonnabend, 3. September und Sonntag, 4. September 2010, will sie jeweils von 11 bis 18 Uhr die Schlosstore für das Gartenschaupublikum öffnen.

So besteht also doch noch einmal eine der seltenen Gelegenheiten, durch einzelne Schlossräume zu flanieren und einen Blick von den Schlossbalkonen zu werfen und die spätsommerliche Pracht der Ippenburger Gärten von oben zu bewundern. „Jene, die die bedrückenden Fernsehbilder der Unwetterfolgen gesehen haben, glauben vielleicht, hier sei noch immer ‚Land unter‘, doch das ist nicht so!“, versichert von dem Bussche. „Wir hatten wirklich Glück, die Heckengärten haben so gut wie gar nicht gelitten und nur zwei unserer vier Parkplätze waren überflutet, so dass wir sie aus Sicherheitsgründen für zwei Tage schließen mussten. Doch das Wasser ist bereits fast vollständig abgeflossen, und die Gärten und Farben der Blüten sind frisch und schön, wie immer nach einem großen Regenguss!“
Landesgartenschaugeschäftsführer Heinrich Sperling berichtet, dass bereits jetzt die wenigen Oberflächenschäden, wie abgespülter Split von der Waldbühne, im Solepark beseitigt sind und auch auf Ippenburg die wenigen Aufräumarbeiten abgeschlossen werden konnten: „Der Countdown läuft, am Sonntag, 17.Oktober, schließt die Landesgartenschau Bad Essen ihre Tore – für die letzten sieben Wochen legen wir uns noch einmal richtig ins Zeug! Die Friedhofsgärtner haben gestern planmäßig ihren Herbstflor gepflanzt, wir werden auf anderen Flächen nachziehen und freuen uns auf einen ‚Indian Summer‘ mit leuchtenden Farben und herrlicher Herbstblüte!“

„Mit dem Gartenfestival ‚Herbstfeuer‘ vom 9. bis 12. September und dem Ländlichen Herbstfest vom 23. bis 26. September feiert Schloss Ippenburg den Herbst in seiner ganzen Pracht und Fülle!“ kündigt Viktoria von dem Bussche noch an, „während die Blumenhallenschau ein wahres Herbstfeuer mit Chrysanthemen und fruchttragenden Gehölzen in der Kulisse des ehemaligen Hallenbades entzündet. 60 Schaugärten rund um Schloss Ippenburg sowie der Küchengarten, der auf einer Fläche von 3500 Quadratmeter seltene und schöne Gemüsesorten, in der sinnlichen Kombination mit Dahlien, Zinnien, Ringelblumen, Kapuzinerkresse und Verbenen zeigt, versprechen Vielfalt, Kreativität und Inspiration vor der großartigen Kulisse von Schloss Ippenburg, seinem historischen Park und seinen uralten Bäumen. Das sind noch sieben Wochen Gartenlust pur!“
Hintergrundinformation: Schloss Ippenburg ist der Stammsitz der Familie von dem Bussche, die seit über 600 Jahren in Ippenburg lebt. Bereits im frühen 14. Jahr-hundert errichtete die Familie die erste Festung in den Sümpfen des Castrum Ybbenborch, ein zweites Haus im Stil des Barock entstand 1723 und wurde 1862 bis auf die Grundmauern abgetragen, um dem heutigen Bau Platz zu machen. Das neugotische Schloss, mit über einhundert Zimmern und 4500 Quadratmetern Gesamtfläche, wurde im 19. Jahrhundert erbaut, wird privat genutzt und ist normalerweise nicht öffentlich zugänglich. mehr »

Schloß Ippenburg in voller Pracht!
Weder Frost, noch Hitze, weder Dürre noch der Dauerregen Cathleen mit 150 mm in 24 Stunden können den Ippenburger Gärten etwas anhaben. Die Flut ist fort – das Blütenmeer bleibt! Alles steht da, „frisch gewaschen“, strotzend vor Kraft in herbstlicher Fülle!

Der Countdown hat begonnen!
Noch 6 Wochen bis zum letzten Tag der Landesgartenschau!
Noch 6 Wochen sind die Gärten rund um Schloß Ippenburg geöffnet. Mit den Herbstfestivals "Herbstfeuer", 9.-12.September, und "Ländliches Herbstfest" 23. - 26. September feiert Schloss Ippenburg den Herbst in seiner ganzen Pracht und Fülle.
60 Schaugärten und der Küchengarten in den Mauern aus dem frühen 15.Jahrhundert, der auf einer Fläche von 3500m² seltene und schöne Gemüsesorten, in der sinnlichen Kombination mit Dahlien, Zinnien, Ringelblumen, Kapuzinerkresse und Verbenen zeigt, versprechen Vielfalt, Kreativität und Inspiration vor der großartigen Kulisse von Schloß Ippenburg, seinem historischen Park uns seinen uralten Bäumen.
Noch 6 Wochen Gartenlust pur!
Mit dem Abschiedsfestival "Ein letztes Mal" vom 14.-17.Oktober geht dann die Landesgartenschau zu Ende - diese Gartenschau, die als eine der "schönsten Landesgartenschauen" von begeisterten Besuchern bezeichnet wird, eine Gartenschau der Gärten und Blumen, der Sinnlichkeit und Fülle.

Aber auch eine Gartenschau der Wetterextreme- und Kapriolen. Es begann mit einem sehr langen Winter, der noch Mitte März alles unter Eis und Schnee verbarg. Dann folgte ein kalter Frühling und der kälteste Mai seit 70 Jahren, ein heißer Juni, mit Temperaturen, die an manchen Tagen die 38° Grenze mühelos erreichten und zu extremer Trockenheit führten und das Beregnen rund um die Uhr erforderlich machten. Und schließlich das Unwetter am vergangenen Wochenende, mit über 150 mm in 24 Stunden. Es wütete über dem ganzen Osnabrücker Land und führte dazu, dass die Hunte, die Schloss Ippenburg umgibt, über die Ufer trat und die Parkplätze, sowie Wege und Plätze überflutete.
Und dennoch - trotz dieser Wetterkapriolen ist die Landesgartenschau schon jetzt ein Erfolg. Ein Erfolg, der sich auch in Zahlen ausdrücken lässt. Die angestrebte Besucherzahl von 400.000 wird bereits nach einem Drittel der Zeit erreicht. So macht der Endspurt Spaß - das ist der Rückenwind, der beflügelt!
Der Countdown läuft! Lassen Sie sich diese Gartenschau nicht entgehen - allein der großartige Küchengarten lohnt den Weg! Und das Ambiente, der Ippenburger Schlossgarten, das großartige Schloß!

Mit dem Busshuttle geht es im Zehnminutentakt nach Bad Essen, einem gemütlichen historischen Fachwerkort und mit einer einzigartigen und weit über Landesgrenzen Beachtung findenden Solearena, die das renommierte Landschaftsarchitekturbüro Lützow7 aus Berlin für die Landesgartenschau geplant und realisiert hat. Sowie einer Himmelsterrasse, die den Blick weit über die schöne historische Kulturlandschaft freigibt und einer Blumenhallenschau mit Hallenbadcharme der 70ger Jahre in einem stillgelegten Hallenbad.
Noch 6 Wochen - Carpe Diem -- am 17.Oktober schließt Schloß Ippenburg die Tore um sie erst am 9.April 2011, zum Narzissenfest, wieder zu öffnen.

"Stunde der Gräser"
Sommerfestival vom 26. bis 29. August
„Gräßlich, ein Garten ohne Gräser!“ – Karl Foerster, der große deutsche Staudenzüchter, Gartenphilosoph – und Schriftsteller ist Urheber dieses lustigen Wortspiels. „Gräßlich“ sei ein Garten ohne Gräser sagte er und forderte „Den Einzug der Gräser in unsere Gärten“. Lang hats gedauert – über 50 Jahre, aber nun ist es soweit. Der Einzug der Gräser in unsere Gärten hat stattgefunden – Aber immer noch viel zu zaghaft, viel zu unentschlossen“! Das soll sich ändern! Dieses Festival ist den Gräsern und dem großartigen Gärtner und Menschen Karl Foerster gewidmet!

"Sommerglück und Gartenglück"
für die ganze Familie auf Schloß Ippenburg
Es ist schon lange kein Geheimnis mehr, das diese Landesgartenschau ein Ort ist, an dem alle Generationen glückliche Stunden verbringen können, fernab aller genormten Vergnügungsangebote. Diese Landesgartenschau ist eine Gartenschau der leisen Töne – sie ist nicht laut, grell und bunt. Sie ist nicht plakativ, sensationslüstern oder publikumsheischend – sie ist das, was sich soviele wünschen – sie ist ´entschleunigend`. Kinder können hier das freie Spiel enmtdecken, sich unverplant der Entdeckerfreude überlassen – auf dem Waldspielplatz in Bad Essen oder in der Wasserlandschaft und auf der Kunstinsel in Schloß Ippenburg. Für den OLB Familientag hat die OLB einen Kinder – und Familienplan der Gartenschau erstellt, der Eltern und Kindern einen Überblick über alle Orte der beiden Gelände und des historischen Stadtkerns gibt, an denen sie spielen, toben, entdecken oder einfach nur ausruhen und entspannt genießen können.

Sommerglück – Gartenglück“ - Gärten machen glücklich. Das haben die Organisatoren dieser Landesgartenschau verstanden. Schon das Motto „Ein Bad Im Blütenmeer“ verspricht paradiesische Fülle. Die Besucher der Landesgartenschau Bad Essen sind begeistert. Besser noch – sie sind beseelt. „Es ist einfach wunder-wundeschön“ sagt Hilde Meyer aus Hildesheim, in der Hand hält sie einen großen grünen Salatkopf und ein Bund Möhren, „Heute Abend gibt es bei uns Salat aus dem Ippenburger Küchengarten – das ist, als hätte man aus dem Paradies genascht. Ich komme noch mal mit meinen Enkelkindern wieder!“ Der Küchengarten, der schon zur Tulpenblüte eine kleine Sensation war, ist unter den Highlights der Bad Essener Landegartenschau jetzt die Nummer eins. Die phantastische Architektur der Solearena im Bad Essener Kurpark und der Ippenburger Schlosspark mit den uralten Bäumen, dem üppig blühenden Schlossgarten und den 60 Schaugärten bleiben zwar unangefochten – aber der „Küchengarten ist etwas für die Seele“, schwärmt Frau Meyer.

Und das ist das Geheimnis dieses 3500 m² großen, in strenge Rechtecke aufgeteilten Gemüse- und Blumengartens, der von Bruchsteinmauern des frühen 15.Jahrhunderts umgeben ist und jetzt, zur Sommerzeit eine paradiesische Fülle zum Teil seltener Gemüsesorten zeigt, bunt durchmischt mit Dahlien, Cosmeen, Verbenen, Zinnien, Wicken und Tagetes. Dieser Garten spricht die Seele direkt an und deshalb macht er auch alle Menschen, unabhängig von Alter, Generation oder kultureller Herkunft einfach glücklich. Ältere Menschen erinnern sich an ihre Kindheit und können ihren Kindern und Enkeln erzählen, ´wie es damals war`, als man noch nicht Salat, Möhren oder Kartoffeln aus dem Regal holte, sondern frisch aus der Erde grub und gleich verzehrte. Jüngere Menschen entdecken ihre Sehnsucht nach einem kleinen Gärtchen neu oder holen sich Anregungen für ihr kleines Gartenstück – denn Küchengärten sind im Trend, schon seit ein paar Jahren. Und die Kleinen entdecken Schmetterlinge, Schnecken, Wühlmäuse, Libellen, Teichhühner, Enten, Nilgänse und, wenn sie Glück haben, sogar einen dicken Kuckuck, der im Apfelbaum sitzt und von zwei unermüdlich hin und hereilenden Schilfrohrsängern, deren Größe nicht einmal ein Viertel des Kuckucks erreicht, gefüttert wird.
Wer sein Auto auf einem der großen Parkplätze abgestellt hat, kann für ein paar Stunden das Alltagstempo hinter sich lassen – es gibt nichts mehr, was ihn drängt. Einfach treiben lassen, die ´Seele und die Beine baumeln lassen`-- Bänke gibt es dafür reichlich – Im Schatten alter Bäume den Stimmen der Vögel oder dem Rauschen der Fontäne zu lauschen – mit dem Shuttlebus durch Felder und Wiesen schaukeln, Sole aus 800m Tiefe einatmen, den Blick von der Himmelsterrasse genießen oder durch den historischen Ortskern von Bad Essen schlendern - das ist Entspannung pur.

Der Erfolg spricht für sich. Über 300.000 Besucher haben sich die Gartenschau bereits besucht. Diese Gartenschau der Gärten, dieses „Bad im Blütenmeer“, trifft den Nerv unserer Zeit, der die Verfasser des „Jungendreports Natur 2010“ eine „erschreckende Naturvergessenheit und Naturdistanz“ attestieren. Die Sehnsucht nach Natur bleibt – auch bei größter Naturferne – diese Sehnsucht wird geweckt und auch hier und da erfüllt --- mit ganz einfachen Dingen – und, wenn man Glück hat, sieht man einen Kuckuck im Apfelbaum!

Wo Opa baden geht
„Wasser, Kunst & Coole Köpfe“ – Umweltbildung für Abenteuerlustige!
Der Sommer ist da! Die Ferien haben begonnen! Da heißt es hinaus ins Grüne – Auf zur Landesgartenschau nach Bad Essen und Schloß Ippenburg! Ein Ferienvergnügen für die ganze Familie in einem der schönsten Gärten Deutschlands!
„Natur erleben und erfahren“ so beschreibt Projektleiter Professor Lohmeier sein Umweltbildungsprojekt auf Schloß Ippenburg. Das klingt nach ´grauer Theorie` und nach vorgefertigten Bastelsätzen mit didaktisch ausgeklügeltem und im Vorfeld feststehenden Endergebnis. Es ist aber alles andere als das. Da werden Brücken von Insel zu Insel gebaut, Flöße zusammengezimmert oder kleine Segelschiffe aus weichem Holz gesägt. „Wo Brennesseln und Disteln stehen, da sind Schmetterlinge,“ lächelt der Professor, „die Kinder fangen irgendein Tierchen oder fischen es aus dem Wasser und wir sagen ihnen, was es ist, woher es kommt und warum es gerade hier lebt.“
Es ist ein ganzheitliches Erlebniskonzept und es ist ein Herzensprojekt, das spricht aus den blitzenden Augen des ehemaligen Professors für Sozialwesen, der auf eine langjährige Erfahrung mit erlebnis- und umweltpädagogischen Projekten zurückblicken kann. Gemeinsam mit der leidenschaftlichen Gärtnerin Viktoria von dem Bussche, die ihre Kindheit auf dem Lande verbrachte und „mindestens 30 Flöße in ihrem Leben gebaut hat, dazu Laubhütten, Bretterbuden, Baumhäuser“, plante Professor Lohmeier dieses Umweltbildungsprojekt, das maßgeblich von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt unterstützt wird. Viktoria von dem Bussche betont: “Nur durch das freie Spiel in und mit der Natur gelangt das Kind zur Erkenntnis natürlicher Zusammenhänge, entwickelt eine ganz eigene Kreativität und Schaffensfreude, die ihm sein ganzes Leben Kraft gibt. Dieses freie Spiel kommt heute einfach viel zu kurz!“

Vom freien Spiel zur Kunst - wer als Kind im freien Spiel seine Schaffensfreude entdeckt, wird später vielleicht auch einmal Kunstwerke erschaffen. Von Kunst sind die Kinder hier direkt umgeben. Insa Winkler, Künstlerin aus Hude, die den Masterplan für die Wasserlandschaft entwarf und ausführte, verfolgt seit Jahren hartnäckig das Ziel, Kunst und Ökologie zusammenzuführen. Mit fünf internationalen Künstlern schuf sie Objekte zum Thema Wasser und inszenierte sie in der Wasserlandschaft.. Zwischen den Kunstwerken, die so schöne Namen haben wie „Das Labyrinth von Jericho“ oder „Das weinende Auge“, grasen friedlich fünf Alpacas, als seien sie ein Teil der Kunst. Insa Winkler sitzt vor einer Jurte aus Kasachstan und ordnet Karten, auf die Kinder und Erwachsene Gedanken zum Thema Wasser geschrieben haben. „Wasser ist eine wichtige Ressource, wohl die Wichtigste“, erklärt sie.. „Es fließt ja nicht selbstverständlich und der Vorrat ist auch nicht ewig. Wir Künstler machen darauf aufmerksam durch die Kunst. Wenn die Sonne auf die Solarplatten scheint „weint das Auge“. Verkehrte Welt, sonst zeigen Wolken an, dass es regnen wird.“
Willi (10) gefällt dieses ganze Projekt außerordentlich. Er ist vollkommen versunken in seiner Abenteuerwelt. Auf seinem selbstgebastelten Floß paddelt er vergnügt durch die Entengrütze, taucht unter Weidenzweigen hindurch und sammelt allerlei Treibgut, das andere Kinder vor ihm im Wasser zurückgelassen haben, Bottiche, kleine Segelboote und herrenlose Bretter und Äste. Willi ist glücklich.„Erst wollte ich gar nicht mit. Keinen Bock Jetzt find´ ich es so toll hier und will nie wieder weg.“ Als Willis Mutter nach Hause drängt, paddelt er in die Mitte des Teiches und lacht „Du musst mich schon holen“ Auch die Mutter ist glücklich und wartet gern.

Am Ufer der „Kunstinsel“, wird gehämmert, gesägt oder gemalt. Dort sind Väter und Mütter mit ihren Kindern dabei, Schiffchen und Flöße zu zimmern, kleine und große Kunstwerke zu erschaffen oder einfach nur mit den herumliegenden Materialien zu spielen. Erwachsene, die ohne Kinder angereist sind, setzen sich auf eine der Bänke oder auf einen Baumstumpf und schauen dem bunten Treiben zu. Ein Ehepaar, angelockt von den vergnügten Klängen, steigt vorsichtig den grasbedeckten Hang der Wasserlandschaft herab und verharrt einen Moment an der von Kindern gebauten Bretterbrücke, die halb schwimmend von einer Insel zur anderen führt. Die Abenteuerlust ist geweckt. Das mit grobem Pinsel gemalte Schild „Betreten auf eigene Gefahr“ wird als Herausforderung angesehen. „Die wackelt aber und ist nur für Kinder gebaut“ ruft eines der Kinder ihm von der Insel zu. Und dann ruft ein anderes: “Au weia, jetzt geht der Opa baden“. Denn nach wenigen Schritten gibt die Brücke nach und er liegt im Wasser. „Das hat etwas Befreiendes“, sagt er lachend „und erfrischend ist es auch. Da zahlen manche Hunderte Euro für Managerseminare – ich hab´s hier gratis.“

Es herrscht in dieser Wasserlandschaft ein wenig das Gesetz von Pippi Langstrumpf, Kinder sind hier auf gleicher Ebene mit den Erwachsenen – oder ist es umgekehrt? Erwachsene entdecken ihre Kindheit wieder, sie spielen, bauen, basteln mit den Kindern, lachen mit ihnen und bekommen dadurch ein Stückchen Kindheitsglück zurück. Ein schöner Tag voller Entdeckungen. Für die ganz „coolen Köpfe“ aller kleinen und großen Kinder gibt es im Solepark in Bad Essen dann noch die Möglichkeit selbst Salz aus Sole zu gewinnen und vieles Wissenswertes über das Salz zu erfahren. „Die Bad Essener Sole ist hochprozentiger als das Wasser im Toten Meer in Israel“ schwärmt Professor Lohmeier, und wieder blitzen seine Augen vor Vergnügen. „Mit Pfännchen, Teelicht und Wäscheklammer ´bewaffnet` machen sie an die Arbeit. Die verdunstete Sole läßt ihr Salz im Pfännchen zurück, da hat dann jeder sein eigenes Salz aus 800 Meter Tiefe und von vor Millionen Jahren!“
Soviel Leidenschaft steckt an. „Wasser, Kunst & Coole Köpfe“ ist ein Umweltbildungsprojekt der besonderen Art und es ist ein Ferienvergnügen, dass sich niemand entgehen lassen sollte.
Und nicht nur die Wasserlandschaft ist ein Ziel für Familien. Der große Küchengarten lockt mit bekannten und seltenen Früchten und Gemüsen. Beim Festival „Petersil und Suppenkraut“ vom 15.-18.Juli werden die Landfrauen mit Kindern Gemüse und Kräuter ernten und diese in der Gartenküche zubereiten. Die Eltern dürfen dabei zuschauen oder aber durch den wunderschönen Schloßgarten und durch die Heckenlabyrinthe mit den phantasievollen und üppig blühenden Schaugärten flanieren, nach allerlei Schönem und Nützlichen bei den Festivalausstellern Ausschau halten, oder einfach nur auf einer der vielen Bänke, Stühle und Liegen träumen und sich den Klängen der Mozartoper aus dem Garten „Gärtnerin der Liebe“ hingeben, dem Krähen des Hahnes aus dem Garten von „Onkel Wanja“ oder dem seltsamen Gurren und Glucksen der Klanginstallation aus dem Zaubergarten lauschen. Mit einem Busshuttle gelangt man im Zehnminutentakt bequem an den Standort des Kurortes Bad Essen, zur Solearena und zur Himmelsterrasse, die einen grandiosen Blick über die wunderschöne Landschaft gewährt, zu den Friedhofsgärten und zur Blumenhalle, die ab 15.Juli der himmlischen Farbe Blau gewidmet ist. Hier bietet der Familienpark, der direkt an den Solepark angrenzt, Kindern und Eltern klassisches Spiel an phantasievoll gestalteten Geräten in einem wunderschönen Park. Ein perfekter Sommerferientag gespickt mit Kunst und Abenteuer, Blumenlust und Gartenküche, Landlust und Stadtvergnügen für Klein und Groß!
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Schloss Ippenburg, die deutsche " Chelsea Flower Show"
Nun blüht es im Lande: Warum sich ein Besuch des Gartenfestivals auf Schloss Ippenburg besonders lohnt. von Gabriella Pape
Seit über 50 Jahren findet die Chelsea Flower Show in der dritten Maiwoche in dem gleichnamigen Londoner Bezirk statt. Für viele ist sie das Garten-Highlight des Jahres, für andere erscheint es als schmerzhafte Erfahrung, dass die Schau nur an fünf Tagen zu besuchen ist, was ja auch eigentlich zur Dauerhaftigkeit des Gartens gar nicht passt. Möchte man nicht die sich entwickelnde Schönheit des Gartens bewundern? Nun, da gibt es unterschiedliche Meinungen, doch für diejenigen, die gerne schöne Gärten über eine ganze Gartensaison beobachten möchten, gibt es ja Festivals wie Chaumont-sur-Loire in Frankreich und seit zwölf Jahren auch ein solches Ereignis in Deutschland.
Garten ist ein Solidarisierungsthema
Mit dem Satz "Garten ist jährlicher Neuanfang" sollte der Besuch eines Gartenfestivals wie auf Schloss Ippenburg ein inneres Bedürfnis jener Menschen sein, für die Garten etwas Besonderes ist. Für mich jedenfalls ist das von Viktoria von dem Bussche jährlich organisierte Gartenfest eines der Highlights in unserem Land. Ich habe nicht nur großen Respekt vor der Gärtnerin von dem Bussche, sondern vor allem auch vor der Tatsache, dass man mit grünen Visionen Welten und Menschen verbinden kann, die sich normalerweise nie treffen würden. Garten ist nämlich ein Solidarisierungsthema, das viele noch gar nicht als solches entdeckt haben, und am Schloss Ippenburg findet diese Solidarisierung auf höchstem Niveau seit zwölf Jahren von April bis September statt. Die Hausherrin hat es geschafft, in dieser kurzen Zeit ein Gartenfestival zu erschaffen, bei dem Schönheit und Zauber der Gärten im Vordergrund stehen und nicht der Kommerz dominiert.

Wie eine Arbeiterbiene verknüpft, vernetzt und verbindet Viktoria von dem Bussche Pflanzen und Menschen. In liebevoller Kontaktpflege hat sie es in nur wenigen Jahren geschafft, um das Schoss Ippenburg ein Gartenfestival aus dem Boden zu stampfen, das seinesgleichen sucht. Eigentlich ist sie die Mutter der privaten Gartenfestivals in unserem Land. Garten vereinigt, und das merkt man nirgends so sehr wie in Ippenburg. Seit mehr als zehn Jahren pflegt diese enthusiastische Gärtnerin Kontakte in alle Welt, hat große, bekannte Gartengestalter überzeugt, für sie und bei ihr Gärten zu gestalten, was sie dann liebevoll umsetzt. Eigentlich kenne ich keine privat organisierte Gartenausstellung, die so umfangreich und international denkt wie diese.
Ein Gartenfestival mit Starbesetzung
Vor allem in diesem Jahr hat sich die Gartenmutter ins Zeug gelegt, denn dieses Jahr findet auch die Landesgartenschau unweit vom Schloss, in Bad Essen, statt. Internationale Gartenbekanntheiten haben bezaubernde Gärten um das Schloss herum gestaltet. Der englische Stararchitekt Christohper Bradley-Hole, eigentlich kaum für solche Events zu begeistern, präsentiert fast seit Beginn von Ippenburg hier seine außerordentliche moderne Gartenkunst. Mit Vielseitigkeit und Offenheit und der Gartenkultur zur Liebe vereint die Hausherrin hier viele berühmte Namen, die noch nicht allen Gartenneuankömmlingen ein Begriff sind, aber das wird sich in Kürze ändern. Denn wie ich bereits sagte, ist Garten ein Solidarisierungsthema, alle wollen es grün, und alle haben ähnliche Probleme. Es geht um Rosenrost und Ackerwinde, Schnecken, Giersch und noch so allerlei, und nichts verbindet mehr als der gleiche Feind.

Nun waren wir aber bei Stars stehen geblieben, und da hat Frau von dem Bussche schon eine beachtliche Ansammlung meiner Kollegen zu bieten, und auch das macht Ippenburg zu etwas Besonderem, denn es eröffnet dem Besucher die Möglichkeit, sehr viele unterschiedliche Gartengestaltungstypen auf sehr geschmackvolle Weise zu erforschen Mit geschmackvoll meine ich, dass die fast 60 Schaugärten sich nicht gegenseitig bedrängen, sondern immer durch eine grüne Pufferzone getrennt sind. So kann der Besucher in Ruhe und mit Muße die Unterschiede der Gestalter sehen und vor allem erkennen. Namen wie Lützow 7 – Cornelia Müller, Petra Pelz versammeln sich hier mit ihren belgischen und französischen Mitstreitern Jacqueline van der Kloet, Eric Ossart und Arnaud Maurières, um zu zeigen, was es mit unserer Kunst, der Gartenkunst, auf sich hat. Nirgends und in keinem Jahr habe ich es so erfolgreich gesehen wie in diesem Jahr auf Schloss Ippenburg.
Übrigens, lange bevor der Begriff "Landlust" in Form eines Magazins bekannt gemacht wurde, veranstaltete Viktoria von dem Bussche ihr Gartenfestival mit dem Motto "Gartenlust & Landvergnügen". Man muss schon sehr mit seinem Garten verwachsen sein, um das Leben als etwas unerschöpflich Beglückendes wahrzunehmen wie Viktoria von dem Bussche, und ja, es kommt auch das doch recht abgedroschene Wort Authentizität hier vor. Denn so lange ich diese Gartenfrau schon kennen darf, hatte ich nie den Eindruck, dass es hier um eine kommerzielle Veranstaltung oder gar Selbstdarstellung ging.

Seit der Eröffnung im April, zum Frühjahrsfestival, blüht es nun unaufhörlich in den Gärten der Nationen, und durch den langen, kühlen Frühling hat sich der Tulpenzwiebelflor glücklicherweise unendlich traumhaft gehalten. Doch das Gartenjahr ist ja noch nicht beendet, es beginnt erst, denn nach den Statisten, wie ich die Zwiebeln gern nenne, kommen nun die Akteure und Diven, beispielsweise die Stauden und natürlich die Rosen – und ich kann mir nicht vorstellen, dass es irgendeinem Leser, der bis an diese Stelle gekommen ist, gelingt, auf einen Besuch zu verzichten. Neben den imposanten Schaugärten hat Ippenburg auch einen bezaubernden Englischen (Austin-) Rosengarten mit mehr als 400 Sorten und einen atemberaubenden Schlossküchengarten, in dem schon im 15. Jahrhundert Gemüse und Kräuter angebaut wurden, allerdings in etwas traditionellerem Layout. Die Gartenausstellung auf Schloss Ippenburg läuft noch bis zum 17. Oktober 2010.
Gabriella Pape studierte Gartenbau und Landschaftsarchitektur in Großbritannien und arbeitete dort viele Jahre als Gartendesignerin. Seit 2008 betreibt sie in Berlin-Dahlem die "Königliche Gartenakademie".
Schöne Dinge
Entdecken Sie schöne Dinge, die 70 Aussteller präsentieren und Sie staunen lassen.

Kaufen, Staunen, Schlendern, Genießen, Entdecken ...
das alles und noch viel mehr erleben Sie auf Schloß Ippenburg.

Lustwandeln Sie in den 60 Schaugärten.
Lassen Sie sich verzaubern in grünen Gartenträumen.

Schloss Ippenburg - das Rosenparadies
im Osnabrücker Land
Auf zu „Gartenlust und Landvergnügen“ nach Schloss Ippenburg – 2010 ist es Teil der niedersächsischen Landesgartenschau Bad Essen!
Das traditionelle Gartenfestival „Gartenlust & Landvergnügen“, das Original der deutschen Gartenfestivals und Treffpunkt aller Gartenliebhaber ist 2010 Teil der Landesgartenschau Bad Essen und findet an einigen ausgewählten Wochenenden zwischen April und Oktober rund um Schloss Ippenburg statt. Mit einer großen Auswahl an Stauden und Sommerblumen, dazu über 500 Sorten Rosen aller europäischen Züchter, sowie Accessoires für Haus und Garten, Schmuck, Mode, Kunst, Antiquitäten und ländlichen Spezialitäten verführt Sie der unwiderstehliche Charme von Schloss Ippenburg. Es ist dieses Zusammenspiel aus Inszenierung und Angebot, kreativer Gestaltung und Nutzen, Sinnlichkeit und Information, das Schloss Ippenburg so einmalig macht.
Die Baronin im Blütenmeer

Viktoria von dem Bussche und ihre Aussteller heißen Sie herzlich willkommen!
"Garten und Gabel" - Veranstaltungsreihe im Ippenburger Küchengarten
Die niedersächsische Landesgartenschau Bad Essen ist eine Landesgartenschau die man gesehen haben muss! Zwei Standorte, Landlust und Stadtvergnügen, Schloss Ippenburg und Bad Essen! Der ländliche Teil ist Schloss Ippenburg, das imposante Schloss, die uralten Bäume, die über 60 Schaugärten und der moderne, deutschlandweit einmalige Schlossküchengarten. Er ist umgeben von Bruchsteinmauern des frühen 15. Jahrhunderts und liegt auf dem Gartenboden, der seit über 600 Jahren von der Familie von dem Bussche für die Versorgung der Schlossküche bestellt wird. Der städtische Teil ist das wunderschöne historische Fachwerkstädtchen Bad Essen, mit einer Solearena von atemberaubender Architektur, einer Himmelsterrasse mit wunderschöner Aussicht und einer Blumenschau in einem stillgelegten Hallenbad der 70er Jahre –voller Witz, Charme und einer guten Portion Ironie.
Der Frühsommer startet mit dem Festival „Rosenkavaliere“ vom 3.-6. Juni und steht ganz im Zeichen der Rose und ihrer Begleitstauden, schöner Rosen-Accessoires und vieler anderer Dinge rund um die Rose. Kurz vor Sommeranfang, vom 17. – 20. Juni, folgt das zweite Rosenfestival „Brot und Rosen“ und vom 1.-4. Juli heißt es dann „Einfach paradiesisch“ und der Sommer beginnt!
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Termine 2010
23. April -17. Oktober, Landesgartenschau Bad Essen
"13 Gartenfestivals" auf Schloß Ippenburg - Landesgartenschau Bad Essen 2010.
Zahlreiche Aussteller versprechen einen Genuss für alle Sinne und erfreuen mit den schönsten Accessoires für Haus und Garten, mit Pflanzen und Saatgut, mit Schmuck, Mode, Kunst und Antiquitäten und allem was das Herz begehrt.
www.landesgartenschau-badessen.de
"13 Gartenfestivals"
1.-5. April, Narzissenfest, „Pre-Opening“ der LGS
23. April – 2. Mai „Mit Tulpen und Trompeten“
Eröffnungsfest mit dem Niedersächsischen Ministerpräsident Christian Wulff und anschließendem Frühlingsfestival
20. – 24. Mai „Wenn Pfingsten ist…“
3.-6. Juni „Rosenkavaliere“
17. – 20. Juni „Brot und Rosen“
1.-4 Juli „Einfach paradiesisch!“
15.- 18. Juli „Petersil` und Suppenkraut“
29. Juli – 1. August „ Licht und Schatten“
12.-15. August „Sommerglück - Gartenglück!“
26.-29. August „Stunde der Gräser“
9.-12. September „Herbstfeuer!“
23.-26. September „Ländliches Herbstfest“
14.-17.Oktober „Ein letztes Mal!“ Schlußakkord!
Termine 2011
Vorschau 2011:
9. + 10. April, "Narzissenfest"
9. - 13. Juni, „Gartenlust und Landvergnügen“
1. - 3. Juli, "Gartentage"
10. + 11. September, „Ländliches Herbstfest“
Ein Spaziergang durch die Ippenburger Gärten
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