
schon am 31.März und am 1.April! Ostern ist 2012 schon sehr früh. Schon am 5.April! Und da ich der Meinung bin, dass ein Frühlingsmarkt unbedingt immer vor Ostern stattfinden muss, weil man dann so richtig Lust hat auf Osterschmuck und Frühlingsblumen, findet das Ippenburger Narzissenfest 2012 schon so früh statt. Und 2013? Was geschieht da? 2013 ist Ostern schon am 28. März. Da wird es wohl einen Frühlingsmarkt mit Eis und Schnee geben und die Narzissen werden wir uns dann wohl denken müssen? Nein, so wird es nicht sein. Da habe ich mir schon etwas überlegt. Schon lange wollte ich einmal ein Tulpenfest machen. Und so wird es 2013 erstmalig einen Frühlingsmarkt ohne Narzissen geben- , nein, nicht ganz, die Narzisse Viktoria von dem Bussche, die sehr spät blüht, könnte dann vielleicht gerade noch zu sehen sein. Da der Zeitpunkt der Tulpenblüte allerdings noch schwieriger zu treffen ist, als der der Narzissenblüte, werden wir die Ippenburger Tulpenschau nach dem jetzigen Stand der Planung wohl zwei bis drei Wochen zeigen. Der Frühlinsmarkt wird dann den Auftakt bilden, so um den 20.April. Ippenburg steht dann schon in saftigem Frühlingsgrün und im Küchegarten sprießt der erste Salat und Spinat, die Erbsen, Dicken Bohnen und vieles mehr. So ist das frühe Osterfest 2013 Anlass, den Frühlingsmarkt einmal in einer Zeit zu veranstalten, in der Ippenburg sonst nie erlebt werden konnte, außer während der Landesgartenschau 2010, die ungefähr zur gleichen Zeit startete.
Aber nun zum Jahr 2012! Der Ippenburger Frühlingsmarkt am 31. März und am 1. April 2012 hat auch eine Tulpenschau - allerdings „nicht in freier Wildbahn“ sondern in der Remise! Ein neues Konzept! Ab 2012 werden in der Remise keine Verkaufsstände mehr sein, sondern Blumenausstellungen, die von der Floristin Gudrun Gosmann aus Osnabrück inszeniert werden, einer Floristin, die allen „Ippenburgbesuchern“ bekannt ist durch ihre kreativen, fröhlichen, avantgardistischen und immer zauberhaften Kreationen und Installationen.
„Tulpomania oder die Kunst der Tulpe!“
heißt die Tulpenschau, die sie zum Frühlingsmarkt inszeniert, eine Hommage an die Tulpe, ihre Schönheit und ihre spannende Geschichte. Das „Amsterdam Tulip Museum“ , deren Inhaber schon seit Jahren den Eyecatcher des Ippenburger Frühlingsmarktes bilden, und auch die Tulpen für die Schau in Holland vortreiben, wird Teil der Ausstellung sein. Die Holländer, die übrigens auch Züchter der Narzisse „Viktoria von dem Bussche“ sind, die während der Landesgartenschau 2010 in Ippenburg getauft wurde, werden an ihren Verkaufsstand, der mitten vor der Nordfassade von Schloss Ippenburg steht und die Besucher immer in Scharen anlockt, viele von den Tulpen, die in der Blumenschau zu sehen sind, in Schalen, Töpfen und hübschen Körben zum Verkauf anbieten, sodass sie passend zu Ostern blühen. Aber was wäre ein Frühlingsmarkt ohne die vielen Stauden und blühenden Sträucher, wie Magnolien und Kamelien? Zahlreiche Staudengärtner und Baumschulen bieten von der Staude bis zur Rose, vom Buchsbaum im Kübel bis zur blühenden Sternmagnolie alles, was das Herz begehrt.
Und selbstverständlich dürfen auf einem Frühlingsmarkt auch die Blumenzwiebeln und –Knollen sowie das Saatgut für den Sommergarten nicht fehlen. Hier findet der Besucher seltene, historische Arten und Sorten, sowie Raritäten und Neuzüchtungen, er findet Saatgut von deutschen, holländischen und englischen Firmen, u.a. das breite Angebot des englischen Saatgutanbieters Thompson & Morgan.
Ein Frühlingsmarkt so kurz vor dem Osterfest, das bedeutet Lust an dem Goldgelb der Narzissen, die das Sonnenlicht in unsere Häuser und in unsere Herzen bringen! Lust und Vorfreude auf den Frühling und den bevorstehenden Sommer. Haus und Garten werden für das Osterfest von allen Spuren des Winters, diesem „rechten Mann“ wie der Dichter Matthias Claudius ihn nennt, befreit. Der Winter ist vorbei, Schneeflocken im April sind nur die letzten Zuckungen, sie stören zwar, werden aber nicht mehr ernst genommen. Hoffen wir darauf, dass der Ippenburger Frühlingsmarkt 2012 uns schon wärmende Sonnenstrahlen beschert und dass die 20.000 Narzissen, die ich in diesem Herbst in die Beete des Schlossgartens und in einige Schaugärten im Heckenlabyrinth gepflanzt habe, schon aufgeblüht sind. Denn ich möchte, im Gegensatz zu den anderen Jahren, den südlichen Teil des Ausstellungsgeländes auch schon zum Narzissenfest öffnen. Ich habe bei der Auswahl der Narzissen zwar darauf geachtet, dass sie ungefähr Ende März/Anfang April blühen, aber Sicherheit gibt es in allem, was von Natur und Witterung abhängt, nie.
Und da nun der Ippenburger Frühlingsmarkt 2012 ein Wochenende vor Ostern stattfindet, werden die Aussteller Osterdekorationen, Frühlingsblumen, Accessoires, Möbel und Stoffe in frischen Frühlingsfarben zum Schwerpunkt ihres Angebots machen. Danach steht uns der Sinn, der Frühjahrsputz hat Raum geschaffen, für schöne neue Dinge. Das Haus wird geschmückt, erste Blumenkübel mit Stiefmütterchen oder aber mit Narzissen auf den Balkon, die Terrasse und an den Hauseingang gestellt. Es ist nicht nur auf dem Land üblich, vor dem Osterfest einen gründlichen „Haus- und Gartenputz“ durchzuführen und es ist auch nicht die sprichwörtliche deutsche Gründlichkeit und Spießigkeit, sondern einfach das Bedürfnis, die Sonne ins Haus zu holen und alles, was mit Winter, Dunkelheit und Kälte zu tun hat „zu vertreiben“. Davon „singt“ auch ein altes Volkslied aus des Knaben Wunderhorn:
Wir jagen den Winter vor die Tür,
Den Sommer bringen wir herfür,
Den Sommer und den Maien,
Die Blümlein mancherleien.
Und auch wenn der christliche Ursprung unseres Osterfestes inzwischen für viele in den Hintergrund gerückt ist, so ist doch die Wertschätzung dieses Tages, und die ´fröhliche Botschaft von der Auferstehung Christi` immer noch präsent. Und die Osterbräuche, wie Ostereier, Osterhasen, Ostersträuße, Osterfeuer und vieles mehr, die zum Teil noch aus vorchristlicher, heidnischer Zeit stammen, sind mit dem christlichen Osterfest fest verschmolzen und gehören untrennbar dazu.
Da sind zum Beispiel die „Zuckersachen“. Wir alle kennen diese Verse aus dem sechsten Streich von Wilhelm Busch, die uns daran erinnern, dass gerade die „süßen Zuckersachen“ zu Ostern dringend dazu gehören. In der schönen Osterzeit // Wenn die frommen Bäckersleut’ // Viele süße Zuckersachen // Backen und zurechtemachen // Wünschten Max und Moritz auch // Sich so etwas zum Gebrauch."
Auch daran werde ich zu diesem Frühlingsmarkt denken und mich bemühen, Aussteller mit ausgesuchten „Zuckersachen“ einzuladen.
Der Ippenburger Frühlingsmarkt 2012 fällt genau auf das Wochenende des ersten Frühjahrsvollmonds. Ich wähle immer gern zunehmenden Mond – oder gar Vollmond für die Ippenburger Festivals. Meistens ist das Wetter gut! Hoffen wir das Beste! Ich freue mich auf goldgelbe Narzissen, wärmende Sonnenstrahlen, auf Aussteller in Frühlingslaune und auf Besucher mit einem unbändigen Hunger auf Frühling, Farben, Blumen und auf alle Dinge, die Haus und Garten schmücken und das Leben schöner machen. Das Ippenburger Narzissenfest ist der alljährliche Auftakt der Ippenburger Gartensaison.
Mit Tausenden Narzissen, einer grandiosen Tulpenschau in der Remise, und einem Frühlingsmarkt, der zu dem schönsten in Norddeutschland zählt, gehört es zu den Veranstaltungen, die man sich schon jetzt im Kalender rot anstreichen sollte!