Gastronomie Report:

 

Gartenfrisches Gemüse aus dem Schlossgarten

 

Gartenfrisches Gemüse aus dem Schlossgarten - Gastronomie Report

Im Zuge der frischen regionalen Küche sind viele Gastronomen zum Gärtner geworden und pflanzen eigene Kräuter und teils sogar Gemüse an. Was tun, wenn man keinen Garten hat? Sternekoch Thomas Bühner in Osnabrück hatte Glück, bei ihm stand plötzlich der "Garten" vor der Tür. Er kann für sein Restaurant "la vie" aus dem Küchengarten von Schloss Ippenburg ernten.


Seit Juni hat er freien Zugang zum Küchengarten der Schlossherrin Viktoria Freifrau von dem Bussche und damit unbeschränkten Zugriff auf erntefrisches Gemüse, eine Vielzahl von Kräutern und essbare Blüten. Ein echter Glücksfall für den Koch, denn in dem Garten werden mehr als 500 verschiedene Pflanzen nach dem Prinzip der Mischkultur angebaut. Entstanden ist der Küchengarten vergangenes Jahr im Rahmen der Landesgartenschau Bad Essen auf Basis alter Pläne aus dem Jahr 1723.

Zwischen den Kartoffeln - rund 20 verschiedene Sorten - gedeihen dicke Bohnen, Kohlrabi, Kümmel, Spinat und Ringelblumen. Und im Gurkenbeet geben sich Fenchel, Koriander, Rote Beete, Sellerie und Zwiebeln ein Stelldichein. Mindestens zwei bis drei Mal in der Woche fährt Thomas Bühner mit einem seiner Mitarbeiter nach Bad Essen, um in dem riesigen Garten frische Produkte für sein Restaurant zu ernten. 

Kennen gelernt haben sich die Gartenkünstlerin und der Küchenchef Anfang des Jahres auf Initiative von Viktoria von dem Bussche. Sie hatte in der Zeitung gelesen, dass Thomas Bühner besonders gerne mit alten Kartoffelsorten arbeitet und den Sternekoch kurzerhand mit einer kleinen Auswahl aus ihrem Garten besucht. Aufgrund der guten Zusammenarbeit und der positiven Resonanz der Gäste soll das Angebot im nächsten Jahr um Obst erweitert werden. Auch Feigen, Aprikosen und Pfirsiche werden angebaut. Glück muss der Koch haben!

 

Weitere Infos:
www.restaurant-lavie.de
www.ippenburg.de

 

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