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Ritter Johann von dem Bussche, Sohn des Limberger
Burgmannes Albert von dem Bussche, zog sich Ende des
14. Jahrhunderts in die Sümpfe der Hunteniederung
zurück, um hier eine Festung zu errichten. Er
kam vom Limberg, der heutzutage zu Preußisch
Oldendorf gehört. Seine Familie verfügte
bereits über einige Güter im Herforder Raum.
Auch wenn er in seinem Wappen drei Pflugschare führte,
so darf man annehmen, dass die Wahl auf diesen Standort
aus rein strategischen Gründen fiel. Die Hunteniederung
stand noch bis in die 1950er und 60er Jahre häufig
unter Wasser. Oft musste triefend nasses Heu mit den
Händen von den Wiesen getragen werden, Kinder
badeten auf den Feldern oder liefen im Winter dort
Schlittschuh.
Eine richtige Trutzburg sollte es werden, ein Stützpunkt
im Bruch der Essener Mark für weitere Landnahmen.
Die versuchte der Bischof von Osnabrück zu verhindern,
indem er dem Erbauer verbot, eine steinerne Festung
zu errichten. Am 20. August 1390 gelobte Johann von
dem Bussche vor dem Richter in Osnabrück, sein
Haus nicht aus Stein zu bauen. Er verpflichtete sich
zudem, die Burg dem Bischof jederzeit offen zu halten,
ihm ein Vorkaufsrecht einzuräumen und keinen
Weg durch das Bruch ohne seine Genehmigung anzulegen.
Allen Forderungen des Bischofs zum Trotz war die
Ippenburg jedoch - mit steinernem Unterbau, rundum
Schießscharten, umgeben von einem tiefen Schlossgraben
und nur über eine Zugbrücke zu erreichen
- zu einer uneinnehmbaren Festung geworden. Ein weiterer
Graben umschloss in einiger Entfernung die Vorburg.
Zwischen beiden Gräben lag bis zum 18. Jahrhundert
ein hoher, befestigter Wall, der mancher Belagerung
standhielt.
Johann von dem Bussche, Drost zu Wittlage, war 1402
im Besitz der Hälfte der niederen Burg zu Hünnefeld.
Im Jahre 1421 stiftete er eine Kapelle in Ippenburg
und weihte sie der Hl. Jungfrau Maria und dem Hl.
Georg. Der Bischof von Osnabrück bestätigte
diese Stiftung am 31. Oktober 1421. Für diese
Kapelle wurde bis 1819 ein Hausgeistlicher beschäftigt.
Auch im heutigen Schloss befand sich bis zum 2. Weltkrieg
eine Hauskapelle mit Sakristei. Im Zuge der Okkupation
durch die Wehrmacht und englische Besatzungseinheiten
wurde aus der Kapelle eine Küche.
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