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Der Park von Schloss Ippenburg ist - östlich
von Osnabrück am Mittellandkanal gelegen - in
eine Wald- und Wiesenlandschaft eingebettet. Das Areal
erinnert an Motive einer ornamented farm.
Historische Gartenbereiche, soweit noch vorhanden
oder belegt, wurden erhalten oder rekonstruiert. Uralte
Eichen, Kastanien und Buchen finden sich im Umfeld
des Schlosses und geben einen reizvollen Rahmen für
die Gebäude und die vielzähligen neuen Gartenbereiche.
Die Reste des ursprüngliche Parks von insgesamt
rund 10.000 Quadratmetern gehen allmählich in
einen bewirtschafteten Wald über. Der birgt unter
hohen Bäumen die Familiengrabstätte.
Die jetzige Gartenanlage entstand Schritt für
Schritt seit etwa Mitte der achtziger Jahre des vorigen
Jahrhunderts nach dem Vorbild englischer Cottagegärten.
Der jungen Freifrau von dem Bussche waren, als sie
1976 nach Ippenburg kam, die Schlossmauern zu grau
und kahl gleich in ihrem ersten Frühjahr
auf dem Schloss kaufte sie Unmengen von Blumen. Die
Hälfte ging ein. Nach der Restaurierung eines
der Gewächshäuser begann die gärtnerische
Autodidaktin mit der Anzucht eigener Stauden. Tausende
pflanzte sie im Laufe der Jahre und legte nach und
nach unzählige Beete rund um das Schloss an.
1998 startete sie mit völlig unerwartetem Erfolg
mit dem deutschen Original - dem Gartenfestival
Gartenlust & Landvergnügen.
Anlässlich der EXPO 2000 lobte Viktoria Freifrau
von dem Bussche einen ambitionierten landschaftsarchitektonischen
Wettbewerb für temporäre Gärten aus.
Das Wettbewerbsareal (Gesamtkonzept Lützow 7,
Cornelia Müller, Jan Wehberg, Berlin) auf der
Südseite des Schlosses umfasst die ehemalige
Schlosswiese und ist von einer Gräfte umschlossen.
Gefragt waren Visionen und experimentelle Gartenkunst,
Entwürfe, die Witz hatten oder besondere Pflanzenkombinationen
boten, künstlerische Auseinandersetzungen mit
dem Raum, sinnliches Vergnügen am Spiel mit Farbe
und Form und immer wieder opulente Pflanzenbilder.
Dieses Prinzip behielt die Freifrau mit dem
grünen Daumen, trotz ganz unterschiedlicher
Themenstellungen von Shakespeare bis Küchengarten
in den Folgejahren, bei. Einige der dabei jeweils
neu entstandenen Gärten wurden ersetzt, einige
überdauern oder werden weiterentwickelt.
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