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Ritter Johann von dem Bussche wählte Ende des
14. Jahrhunderts die Sümpfe der Hunteniederung,
um eine richtige Trutzburg für weitere Landnahmen
zu errichten. Der Bischof von Osnabrück verbot,
eine steinerne Festung zu errichten. Trotzdem wurde
die Ippenburg - mit steinernem Unterbau, rundum Schießscharten,
umgeben von einem tiefen Schlossgraben und nur über
eine Zugbrücke zu erreichen - zu einer uneinnehmbaren
Festung.
Ein weiterer Graben umschloss in einiger Entfernung
die Vorburg. Zwischen beiden Gräben lag bis zum
18. Jahrhundert ein hoher, befestigter Wall.
Im Erdgeschoss der fast quadratischen Burganlage mit
schmalem Innenhof befanden sich Kapelle, Küche,
Ritter- und Knappenwohnung und die Rüstkammer,
im zweiten Stock der Ritter- und der Büchersaal,
die Junkerstube und eine Gastwohnung. Johann stiftete
1421 zudem eine Kapelle in Ippenburg und weihte sie
der Hl. Jungfrau Maria und dem Hl. Georg. Auch im
heutigen Schloss befand sich bis zum 2. Weltkrieg
eine Hauskapelle mit Sakristei. Im Zuge der Okkupation
durch die Wehrmacht und englische Besatzungseinheiten
wurde aus der Kapelle eine Küche.
Die erste Ippenburg stand bis 1811, wurde jedoch
nach dem 30jährigen Krieg zugunsten eines Herrenhauses
im Stil des ländlichen Barock, das Clamor von
dem Bussche nördlich der Burg an der Stelle des
heutigen Schlosses erbaute, aufgegeben. Dieses Herrenhaus
bestand aus einer zweiflügeligen Anlage, deren
Mittelteil ein Barockgiebel zierte, der jedoch 1756
durch Blitzschlag zerstört wurde. Die 1724 gegossene
Glocke, die 1980 auf der Ausstellung "1200 Jahre
Osnabrück" gezeigt wurde, gehörte zur
Hauskapelle des Herrenhauses. In dem eigens für
die Ausstellung angefertigten Gehäuse steht sie
inzwischen im südlichen Teil des Schlossgartens.
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